Als ein Gorilla durch einen Flur in Unterföhring läuft, sind die meisten Menschen schon nach Hause gegangen. Es ist der letzte Tag im August, gegen 19 Uhr, vor ein paar Minuten hat ein Lieferbote zwei große Familienpizzen mit viel Käse und Salami gebracht und jemand hat kalte Flaschen Bier geöffnet, als der Gorilla die Brust rausstreckt, die Arme anspannt, durchs Büro rennt und schnaubt: „Huh! Huh! Huh!“ Geht er gleich zum Angriff über? Noch einmal: „Huh!“ Es fehlt nur noch, dass er sich auf die Brust klopft. Und dann sagt der Gorilla, der Florian Plettenberg heißt: „Hannes, bitte Grafik vorbereiten.“ Denn gerade hat ihn die Nachricht erreicht, dass an diesem Donnerstagabend – rund 24 Stunden vor dem Ende des Wechselperiode – Ryan Gravenberch den FC Bayern München verlässt und zum FC Liverpool gehen wird. Oder wie Plettenberg, der Gorilla, es ausdrückt: „Ich bin aufgeregt.“ Weil es der fetteste Deal des Tages sei, wie er sagt. „Jetzt darf kein Fehler passieren.“ Dann greift er zum Handy.
Alles geben. Alles reinhauen. – 11FREUNDE
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