Ein Dutzend Kopenhagener steht vermummt auf dem Zaun des Auswärtsblocks im Westfalenstadion. Eine Hundertschaft zur linken, ein Löschtrupp der Feuerwehr zur rechten Seite. Während die Ordnungsmacht versucht, die Randalierer in Schach zu halten, löscht die Feuerwehr, was zuvor in Brand geraten war. Immer wieder fliegen Leuchtfackeln von einem Block des Dortmunder Stadions in den anderen. Feuerwerkskörper knallen, als würde gerade ins neue Jahr gefeiert. Neben dem Auswärtsblock auf der Anzeigetafel tickt ein Countdown, der nicht im neuen Jahr, dafür aber im Anpfiff der Partie münden soll: Zu diesem Zeitpunkt sind es noch fast anderthalb Stunden bis überhaupt Fußball gespielt wird. Schon jetzt kocht die Stimmung auf den Rängen über.
Dieses seltsame Schauspiel, das sich Anfang September im Vorfeld des ersten Champions-League-Gruppenspiels der Borussia gegen den FC Kopenhagen abspielte, beschäftigt seither beide Vereine. Am heutigen Mittwochabend treffen beide Teams wieder aufeinander — zu einem aus sportlicher Sicht unbedeutenden Rückspiel. Die Brisanz der Begegnung kommt daher in erster Linie von den Rängen.
Situation fantechnisch schon vor dem Anpfiff sehr angespannt. #BVBFCK<\/a> @SPORT1<\/a> pic.twitter.com\/J9tq1wik1c<\/a><\/p>— Patrick Berger (@berger_pj) September 6, 2022<\/a><\/blockquote>