„Es gab klare Absprachen“ - Calle Del'Heye über den FC… – 11FREUNDE

Calle Del’Haye, wo erwi­schen wir Sie gerade?

In meiner Hei­mat­stadt Aachen. Ich bin momentan nicht mehr aktiv am Fuß­ball betei­ligt, das kann sich aber wieder ändern. Ich besitze ja eine Fuß­ball­leh­rer­li­zenz und habe auch immer mit dem Gedanken gespielt, als Trainer zu arbeiten.

1980 sind Sie für die dama­lige Rekord­ab­löse von 1,3 Mil­lionen Mark von Glad­bach zum FC Bayern gewech­selt. Unter wel­chen Vor­zei­chen haben Sie unter­schrieben?

Es gab damals klare Abspra­chen. Die Bayern wollten einen Stürmer, der attraktiv für das Publikum spielen sollte. Und es war ein­deutig bespro­chen, dass ich auch Außen­stürmer spielen sollte.

Sie lan­deten schnell auf der Bank und gelten des­halb als Pro­totyp jener Spieler, die die Bayern in erster Linie kaufen, um die Kon­kur­renz zu schwä­chen. Haben Sie das auch so emp­funden?

Die Bayern haben mich garan­tiert nicht nur geholt, damit ich auf der Bank sitze. Ich habe in der Zeit etwa 100 Pflicht­spiele absol­viert und sogar meinen Ver­trag um zwei Jahre ver­län­gert. Trotzdem heißt es immer, Calle Del’Haye hat bei Bayern nicht gespielt.

In dem Song »Erin­nert sich noch jemand an Calle Del’Haye?« des Kettcar-Sän­gers Marcus Wie­busch heißt es, Sie waren »auf der Tri­büne von allen ver­gessen«. Wie war es denn nun?

Wenn ich in meinen fünf Jahren in Mün­chen fünf Mal auf der Tri­büne gesessen habe, war das schon viel. Natür­lich habe ich nicht jedes Spiel gemacht. Aber hätte ich im Rota­ti­ons­prinzip unter Ottmar Hitz­feld gespielt, würde man mich heute als Stamm­spieler bezeichnen.

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