Dynamo lebt: Fans treten als Trikotsponsor auf
Es gibt viele Traditionsvereine, denen geht es ziemlich schlecht. Aber es gibt zum Glück auch ziemlich viele Fans dieser Vereine, die alles dafür tun, damit es wieder aufwärts geht. Eine ganz besondere Idee hatten die Anhänger des 1. FC Dynamo Dresden, die jetzt die Initiative „Brustsponsor“ ins Leben gerufen haben.. Da der ehemalige Bundesliga-Club für die laufende Saison immer noch keinen Trikotsponsor hat, bieten die Fans nun an, selbst als Sponsor aufzutreten.
Die Idee ist, durch den Verkauf von 2003 streng limitierten Trikots, die mit dem Schriftzug „Brustsponsor“ und der fortlaufenden Nummer bis 2003 bedruckt sind, so viel Geld einzunehmen, um damit die Werbefläche auf der Arbeitskleidung der Profis zu kaufen.
Knapp 150.000 Euro wollen die Verantwortlichen der Initiative durch den Verkauf einnehmen, um das Geld dann dem Verein als Sponsor „zurückzahlen“ zu können.
So weit muss es nach dem Willen der Initiative „Brustsponsor“ aber gar nicht kommen: Durch den medienwirksamen Verkauf der „Brustsponsor“-Trikots sollen Unternehmen auf die freie Werbefläche aufmerksam gemacht werden. Sollte eine Firma dann als Trikotsponsor auftreten, geht das von der Initiative eingesammelte Geld komplett an die Jugendabteilung von Dynamo Dresden. Weitere Infos über die Aktion findet ihr unter www.brustsponsor.de.
Vielleicht findet das Dresdner Modell ja Nachahmer? Lustig wäre auf jeden Fall. Man stelle sich vor, die Fans könnten den Aufdruck auf den jeweiligen Vereinstrikots aussuchen. Denkbar wäre dann, dass die Bremer Spieler fortan ein flehendes „Ailton, bleib bei uns!“ über den Rasen spazieren oder Rosicky, Koller und Co. ein „Marcio, bitte komm zurück“ auf der Brust kleben haben. Eine weniger gute Idee wäre dies sicherlich zur Zeit in Berlin. Ob ein „Stevens raus“ auf dem Trikot wohl die Motivation der Spieler heben würde?
Stuttgart: Karten fürs Achtelfinale sind knapp
Ganz Fußball-Deutschland freute sich gestern Abend über den vorzeitigen Champions-League-Achtelfinaleinzug des VfB Stuttgart. Wer zu gegebener Zeit – die K.O.-Spiele finden Ende Februar / Anfang März statt – den gemütlichen Fernsehsessel mit einem Platz im Stadion tauschen will, hat jedoch schlechte Karten.
Denn im Frühjahr wird die Gegengerade des Gottlieb-Daimler-Stadions umgebaut, so dass die Arena zwischenzeitlich nur etwa 40.000 Zuschauer fassen wird. Kartenvorbestellungen für die Spiele werden deshalb von vornherein gar nicht angenommen.
Einen Vorteil hat die begrenzte Kapazität immerhin: Die treuesten Fans des VfB werden im Achtelfinale wohl unter sich bleiben. Denn die Bundesliga-Dauerkartenbesitzer, die Vereinsmitglieder sowie die Fanclubs werden natürlich ihre Ticket-Kontingente wie gewohnt erhalten.
Bleibt nur zu hoffen, dass der fromme Wunsch von Silvio Meißner in Erfüllung geht: „Ich wünsche mir im Achtelfinale… vielleicht Real Madrid“. Und wieder so gute Stimmung wie gestern Abend.