Lautrer Fragezeichen – 11FREUNDE

Lautre Fra­ge­zei­chen

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Mit Tat­toos ist das ja immer so eine Sache. Ist die Tinte einmal unter der Haut, bekommt man sie so schnell nicht wieder heraus. Des­halb auch diese zwei Regeln: Nie­mals betrunken unter die Nadel geraten. Und nie­mals, wirk­lich nie­mals, auf diese dumme Idee mit den Part­ner­tä­to­wie­rungen kommen.

Zu letz­terer Erkenntnis musste nun auch Ter­rence Boyd kommen. Zwar han­delt es sich bei der Tat­too­sünde des Mit­tel­stür­mers nicht um den Namen einer ver­flos­senen Liebe, son­dern um seinen Ex-Klub – bereuen dürfte er den ​lautre“-Schriftzug trotzdem, den er sich nach dem Auf­stieg mit dem 1. FC Kai­sers­lau­tern vor zwei Jahren ver­ewigen ließ. Denn: Seit Mitt­woch ist der Wechsel des 32-Jäh­rigen zum Dritt­li­gisten Waldhof Mann­heim offi­ziell. Also zum Erz­ri­valen des FCK. Die Fans dürften weniger begeis­tert sein, immerhin war das Tattoo nicht bloß eine Schnaps­idee im Auf­stiegs­rausch. Auch sonst tat sich Boyd am Bet­zen­berg stets als Iden­ti­fi­ka­ti­ons­figur hervor.

Nicht nur sport­lich ist der Wechsel aber durchaus ver­ständ­lich. Eine Rolle im Kader des FCK spielte Boyd, der beim Auf­stieg und dem dar­auf­fol­genden Klas­sen­er­halt noch als X‑Faktor galt, zuletzt kaum noch. Ein zwi­schen­zeit­lich anvi­sierter Transfer ins eben­falls benach­barte Sand­hausen schei­terte der­weil an der zu hohen Ablöse, seine Familie auf den letzten Metern der Kar­riere aus dem gewohnten Umfeld reißen wollte der Stürmer nicht. Und trotzdem: Dass der frisch geba­ckene Mann­heimer nun bei seiner Vor­stel­lung ver­lauten ließ, in der gesamten Region sei stets spürbar gewesen, ​was für einen Stel­len­wert der SV Waldhof ein­nimmt“, dürfte die ein oder andere pfäl­zi­sche Hals­schlag­ader zur Schwel­lung gebracht haben. Aber wer weiß? Viel­leicht findet sich ja ein krea­tiver Nadel­künstler, der aus ​lautre“ ein dezentes ​buwe“ zau­bert.

Mein Löwe, mein Bär, meine Natio­nal­spie­lerin des Jahres.“

Laura Freigang gratuliert Teamkollegin Klara Bühl per Instagram zur Auszeichnung des DFB-Fanklubs. Sehen wir genauso.

Pfeif­kon­zerte in Riad

Jede Menge Fra­ge­zei­chen.Das ist alles, was vom spa­ni­schen Pokal­halb­fi­nale zwi­schen Real Madrid und Atlé­tico Madrid bleibt. Das Spiel, und damit wären wir beim ersten Fra­ge­zei­chen ange­langt, fand im saudi-ara­bi­schen Riad statt und nicht in der Stadt, in der beide Mann­schaften behei­matet sind. Für das zweite, dritte und vierte Fra­ge­zei­chen sorgte: Ein gel­lendes Pfeif­kon­zert für Toni Kroos, dem jeder Ball­kon­takt laut­stark um die Ohren flog. Ein sau­di­sches Publikum, das die Schwei­ge­mi­nute für Franz Becken­bauer mit nicht weniger geräusch­vollen Pfiffen tor­pe­dierte. Oder der anschlie­ßende Krieg in Kroos’ Kom­men­tar­spalte bei X, nachdem der Mit­tel­feld­chef mit einer Prise Sar­kasmus die Stim­mung im Sta­dion mit den Worten ​That was fun today! Ama­zing crowd“ gelobt hatte. Wie und wann Kroos über­haupt das Kunst­werk voll­bracht hatte, den Zorn der Saudis auf sich zu lenken, warum Becken­bauer als Lands­mann nun gleich mit dran glauben musste und was das ganze Theater noch alles so absurd macht, könnt ihr hier nach­lesen. Aus­ru­fe­zei­chen!

Der Junior über­nimmt

Aqui vamos nós! End­lich hat der bra­si­lia­ni­sche Ver­band seinen neuen Natio­nal­trainer vor­ge­stellt: Dorival Junior über­nimmt das Zepter vom zuletzt erfolg­losen Fer­nando Diniz. Der neue Coach kann auf einen recht schi­cken Lebens­lauf ver­weisen, mit dem FC Sao Paulo holte er zuletzt den ersten natio­nalen Pokal der Ver­eins­ge­schichte, als Fla­mengo-Coach sogar mal die Copa Libert­adores. Alle Ach­tung. Mit der Neu­be­set­zung ist nun auch end­gültig klar: Carlo Ance­lotti, der ja zuletzt ohnehin bei Real Madrid ver­län­gerte, zieht es defi­nitiv nicht nach Bra­si­lien, auch nicht per Last-Minute-Him­mel­fahrts­kom­mando. Und in Lever­kusen knallen bereits die ersten Korken. Naja, bis der FC Bayern bei Alonso anklopft.

Heute in petto:

Die Bun­des­liga natür­lich! Um 20.30 Uhr eröffnen die Bayern das Kalen­der­jahr 2024 mit der Partie gegen die TSG Hof­fen­heim. Eine Paa­rung, die 2009er-Flash­backs her­vor­ruft, als die Bayern zur Win­ter­pause die Herbst­meis­ter­schaft ver­schenkt und in der Folge die Titel­am­bi­tionen einer auf­re­genden New­co­m­ertruppe mit der Hydrau­lik­presse platt­ge­macht hatten. Naja. Ansonsten steht das Eröff­nungs­spiel des Asien-Cups an, Gast­geber Katar (ja, schon wieder) trifft um 17 Uhr auf den Libanon. Oder ihr zieht euch schon vorher auf irgend­wel­chen dubiosen Inter­net­seiten den Test­spiel­klas­siker Han­nover 96 II gegen Lupo Mar­tini Wolfs­burg rein. All-You-Can-Eat!

Ein schönes Bun­des­li­ga­wo­chen­ende wünscht:

Mia Guethe

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