Einmal, erzählt Frank Schmidt, habe er seine Töchter beim Spielen im Urlaub der Gewohnheit folgend mit dem Wort „Männer!“ zur Ordnung gerufen. Nicht zum ersten Mal musste ihn seine Frau daran erinnern, dass da zwei giggelnde Teenies vor ihm stehen und kein Team aus Fußballprofis. Die Anekdote passt zum Image, das die Medien von Schmidt zimmern: das des Adrenalincoachs, der sich in jede Herausforderung wirft wie ein Actionheld in die geschlossene Hoteltür. Wer ihn in Aljoscha Pauses Kinodoku „Trainer“ gesehen hat, erlebte eine rumpelnde Motivationsmaschine, die Spieler mit klarer Ansprache zur Verantwortung ruft und ihnen ihre Chancen vergegenwärtigt. Doch wer glaubt, dass Schmidt wegen des kleinen Problems beim Rollenwechsel vom Coach zum Vater generell vergäße, vor Betreten eines Raums die Klinke auf Funktionstüchtigkeit zu prüfen, unterschätzt den 47-Jährigen gewaltig.
Schmidtchen Schleifer – 11FREUNDE
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